Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

1. Muss ich meinen Grundumsatz einhalten und wie viel muss ich am Tag essen?

Die Kernaussage dabei ist: ich sollte soviel Energie zu einer Mahlzeit aufnehmen, wie mein Stoffwechsel benötigt. Woher aber weiß ich, wie viel das ist? Derjenige, der Ihnen das sagt, ist Ihr Sättigungsgefühl bzw. der Sättigungspunkt. Wenn Sie den erreicht haben, sollten Sie aufhören mit essen, denn alles, was Sie über den Sättigungspunkt hinaus zu sich nehmen, ist mehr als die benötigte Menge – und wird für schlechte Zeiten beiseite gelegt, also rauf auf die Hüfte.

Dabei kann es durchaus vorkommen, dass Sie mal weniger essen, als Ihr gemessener Grundumsatz ausweist. Das ist solange nicht schlimm, solange sie zu jeder Mahlzeit trotzdem satt geworden sind! Ihr Energiebedarf schwankt von Mahlzeit zu Mahlzeit und auch von Tag zu Tag. Je nachdem, wie viel verbrauchte Energie aufgefüllt werden muss . Eine Crash-Diät bei der Sie sich zwingen, weniger zu essen, ist nicht ratsam, da sie den Energiebedarf nicht stillt und der Sättigungspunkt nicht erreicht wird – mit dem Ergebnis, dass der Stoffwechsel das Notprogramm „Hungersnot“ einleitet, sich verlangsamt und es somit letztlich zum Jo-Jo-Effekt kommt.

Allerdings ist es für stark Übergewichtige anfangs ziemlich schwierig und erfordert etwas Übung, diesen Sättigungspunkt zu erspüren und einzuhalten. Sie haben meist das Gefühl dafür verloren und müssen dieses Verhalten erst wiedererlernen. Ein Rat dafür: essen Sie bewusst langsamer, ziehen Sie die Mahlzeit zeitlich in die Länge, unterhalten Sie sich mit allen am Tisch. Dadurch wird es Ihnen leichter fallen, das Signal der Sättigung zu spüren.

Ihr Grundumsatz kann aber eine gute Orientierung sein: Da eine gemeinsame Einheit aller 3 Makronährstoffe (E, F, K) mindestens etwa 100 kcal ergibt, sollte Ihre Tageseinheitenmenge sich orientieren an der Formel
Grundumsatz : 100 = Mindest-Tageseinheiten (plus 10-20% bei leichter Tätigkeit). Sie werden selber merken: wenn Sie einen sehr aktiven Tag hatten, tritt der Sättigungspunkt später ein – Sie essen mehr. I st es mal ein „blauer“ Tag, an dem Seele und Körper sich baumeln lassen – haben Sie auch weniger Hunger – das Sättigungssignal spüren Sie eher.

Und dadurch, dass Sie langsamer essen, vielleicht, weil Sie sich unterhalten am Tisch, essen Sie auch weniger hastig, die Nahrung kann bedeutend besser und für den Verdauungstrakt stressfreier, somit auch effektiver, verwertet werden !

2. Kann ich statt Kaffee koffeinfreien Kaffee oder schwarzen Tee trinken:

Schwarzer Tee enthält zwar ebenfalls Koffein – aber in Bezug auf die Stoffwechselreaktion im Autonomen Nervensystem, im Verbrennungssystem oder der dominanten Drüse gibt es Unterschiede, die schwarzen Tee teilweise günstiger zeigen als Kaffee und koffeinfreien Kaffee. So ist für den Balancierten Typ schwarzer Tee neutral, für den Beta-Typ ideal und für den Glyko-Typ nicht-ideal. Kaffee und koffeinfreier Kaffee wirken jedoch bei allen Stoffwechseltypen gleichermaßen als nicht-ideales Lebensmittel. Diese Gleichbehandlung hängt damit zusammen, dass der koffeinfreien Kaffee zwar kein oder fast kein Koffein mehr aufweist, aber immer noch die energetische Information des Kaffee enthält.

Dies ist nicht nur allgemein zu beachten, sondern speziell bei einer „Drüsenkur“, deren Ziel es ja ist, die stoffwechseldominante Drüse wieder besser zu sensibilisieren.

3. Kann ich den Hauptanteil Wasser am Abend trinken, weil ich tagsüber keine Gelegenheit habe?

Ein dreifach donnerndes NEIN!
Wasser wird ständig und überall in unserem Körper benötigt. Zum Lösen von Stoffen, zum Transport von Nährstoffen und Stoffwechselprodukten, zur Temperaturregulierung, für die Fließfähigkeit des Blutes und, und, und, …
Gehirn und Nervensystem reagieren sehr empfindlich schon auf kleinste Fehlmengen mit Fehlleistungen und Kopfschmerzen oder anderen Symptomen. Wasser wird nicht gespeichert, es befindet sich in einem Kreislauf, der erfordert, das verlorene Wasser immer wieder auszugleichen. Im Dünndarm und im Dickdarm wird das Wasser dem Darminhalt entnommen (resorbiert) und dem Körper zugeführt. Dabei werden in 15 – 30 Minuten etwa 250 ml Wasser umgesetzt.

Unsere Blase kann im Durchschnitt 500ml Flüssigkeit aufnehmen (bei großen Menschen etwas mehr), aber schon bei 150-300 ml Inhalt rufen dafür bestimmte Rezeptoren „Achtung Sintflut! Hilfe, Pippi ! Ich muss mal!“ Viel auf einmal zu trinken ist also sinnlos – es kann ja gar nicht so schnell und auf einmal verarbeitet werden und füllt nur umso schneller und ungebraucht die Blase. Ein ständiger Wasserkreislauf, der regelmäßige Ersatz der verlorenen Wassermenge ist unabdingbar für ein reibungsloses Funktionieren des Stoffwechsels.

Trinken Sie daher genügend – aber über den Tag verteilt.

Stellen Sie sich eine Flasche mit Wasser so hin, dass Sie immer wieder in Ihren Blick gerät, dann denken Sie eher daran, dass Sie trinken müssen. Und Sie müssen! Krankheit hat ihre Ursachen – Gesundheit aber auch.

4. Kann ich die Anteile der Makronährstoffe, also E, F und K, über den Tag verteilen. Früh mehr Kohlenhydrate und das Eiweiß wird dann abends nachgeholt?

Das geht leider nicht.
Unser Stoffwechsel ist genetisch und evolutionär geprägt. Er hat seine Grundeigenschaften in einer Zeit erworben, als unsere Vorfahren noch durch Savannen streiften oder mit dem Säbelzahntiger um die Wette rannten. Meist vorneweg. Hätte die Evolution in dieser Zeit unserem Bauch Augen gegeben, dann wüsste unser Stoffwechsel, „jetzt krieg ich Beeren“ oder „jetzt gibt`s Fisch“. Sie hat es nicht getan. Wohl, weil wir dann auch noch `ne Brille um den Bauch tragen müssten.

Wenn wir Nahrung sehen, die wir gleich essen wollen, sie riechen, uns das Wasser im Mund zusammen läuft und wir sie zum Mund bewegen und abbeißen, sind unser Bauch und unser Darm immer noch blind und wissen noch nicht, was alles auf sie zukommt. Erst beim Kauen und der weiteren Verarbeitung weiß der Stoffwechsel Bescheid, vorher nicht. Er muss also darauf gefasst sein, von jedem etwas zu bekommen und deshalb dafür auch die entsprechenden „Verarbeitungsmaschinen“ in Gang zu setzen.

Damit der Stoffwechsel aber nicht jedesmal neu überlegen muss, hat die Natur ihm dafür ein Programm ohne Rückgaberecht verkauft, das sind Gene, die dies regeln. Das bedeutet konkret, unser Stoffwechsel erwartet zu jeder Mahlzeit die Makronährstoffe E, F und K. Und er ist darauf vorbereitet, auch alle zu bekommen. In dem für ihn individuell günstigsten Verhältnis und bester Qualität. Darauf aber sind auch alle weiteren Verarbeitungsschritte abgestimmt. Beispielsweise der Prozess der Energiegewinnung im sogenannten Zitronensäure- oder Citratzyklus. Wenn auch nur eine Nährstoffart fehlt – werden diese Prozesse nur unzureichend bedient und laufen nicht optimal ab. Das Ergebnis können sein Heißhungerattacken oder bereits eine Std. nach einer Mahlzeit schon wieder Hunger oder Appetit, „leeres“ Völlegefühl (Ich bin zwar satt, aber irgendwas fehlt) und anderes.

5. Muss ich für mich anders kochen als für meine Familie

Nein. Anders kochen müssen Sie nicht. Aber Ihren Teller entsprechend der für Sie geltenden Anteile von E, F und K füllen. Sie können durchaus alle das Gleiche essen, nur haben Sie selbst vielleicht mehr Brokkoli oder mehr Fisch auf dem Teller, als die anderen, weil das eben so für Ihren Typ richtig ist.

6. Schade ich meiner Familie, wenn ich jetzt nur noch auf meinem Stoffwechseltyp abgestimmte Gerichte koche?

Solange Sie die Ernährungstypen Ihrer Familie nicht kennen, werden diese vielleicht nicht typgerecht ernährt. Das ist richtig. Das haben Sie ja bisher unter Umständen auch so getan. Es wäre sicher sinnvoll, deren Ernährungstyp ebenfalls bestimmen zu lassen. Sie brauchen dabei nicht damit zu rechnen, dass bei einer 12-köpfigen Familie auch zwölf Ernährungstypen am Tisch sitzen. Obwohl es bis zu 144 verschiedene gibt.

Aus genetischen bzw. vererbungsgenetischen Gründen sieht es in der Praxis so aus, dass in der Regel zwei sehr selten drei verschiedene Ernährungstypen in einer Familie auftreten. Oft stellt man bei Partnern, die eine starke Bindung zueinander haben fest, dass es hier eine optimierende Kompromissentwicklung gibt. Das heißt, dass sich der Ernährungs – und/oder Drüsentyp eines Partners irgendwann ändern und dem anderen angleichen kann, aber auch beide unterschiedliche Typen können wechseln zu einem neuen, für beide geltenden gleichen Typ.

7. Liegt es vielleicht doch am Alter, dass ich es nicht schaffe, abzunehmen?

Am Alter liegt es nicht. Manche Stoffwechselprozesse laufen irgendwann nicht mehr ganz so zügig oder effektiv ab wie mit 20 Jahren. Das ist richtig. Aber in jedem Alter – in jedem Alter ! – können Sie etwas dafür tut, Ihren Stoffwechsel positiv zu unterstützen.

Abnehmen funktioniert auch im Alter – unzählige gesundheitsbewusste Ältere sind der Beweis dafür. Vielleicht nicht so schnell, wie Sie es sich erträumen, aber auch, wenn es nur 1 Kilo pro Monat wäre, jedes Gramm weniger ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Seine Gesundheit zu unterstützen ist man niemals zu alt! Auch im Alter gilt – wie für eine 20-jährige – wenn ich abnehmen will – muss ich abnehmen wollen.

Selbstverständlich gibt es altersbezogene Besonderheiten, die manchmal ungeduldig machen. Doch gerade ältere Menschen, die etwas für ihre Gesundheit und für ein gesundes Körpergewicht erreichen wollen, tun dies sehr oft mit größerem Bewusstsein und höherer Selbstdisziplin als mancher junge Mensch.

Hinzu kommt auch die Möglichkeit, dass Sie es schon mehrfach versucht haben – aber ohne Erfolg. Je mehr „Diäten“ und Abnehmversuche Sie hinter sich haben, desto stärker wehr sich Ihr Stoffwechsel gegen einen erneuten Versuch. Egal, ob Sie 30 oder 70 sind. Manche 30-jährige hat schon doppelt soviel Versuche hinter sich als andere 70-jährige. Und in dem Fall hat es die 30-jährige in der Regel schwerer.Abnehmen, sein Körpergewicht auf das optimale „Wohlfühlmaß“ zu bringen – dies kann man niemals erfolgreich versuchen. Man muss es immer tun! Und das funktioniert in jedem Alter.

Wenn ich abnehmen will – muss ich abnehmen wollen!

8. Das Glas am Abend kann doch nicht sooo schädlich sein ?

Grundsätzlich: Der Genuss gehört zum Leben und zur Lebensqualität dazu.

Sich etwas zu versagen, das Körper und Seele gut tut – führt auch nur zu Stress mit sich selbst. Oder, um mit dem deutschen Arzt Paracelsus zu sprechen: „All Ding ist Gift und kein Ding ist ohne Gift. Und nur die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“

Das heißt für uns: Ich kann alles essen, ich sollte nur wissen, wie sehr . Oder: Ein guter, typgerecht behandelter Stoffwechsel verträgt auch Abweichungen. Wenn ich sonst normalerweise meine Grenzen beachte. Und wenn die Abweichung nicht plötzlich zur Gewohnheit wird! Nicht nur beim Alkohol – dies trifft für jede Abweichung zu.

Obwohl regelmäßiger und/oder exzessiver Alkoholgenuss die Leber zerstört und in der Folge Organfunktionen beeinträchtigt, können geringe Mengen Alkohol auch gesundheitsfördernde Wirkung zeigen. Es gibt zahlreiche Studien, die zeigen, dass der Genuss geringer Mengen Wein das Risiko für Herzerkrankungen und Herzinfarkt senken können.

Bestimmte antioxidative Wirksubstanzen aus den Trauben und ihren Kernen sind dafür verantwortlich. Dabei beträgt die gesundheitsverträgliche Menge, bei der die gesundheitsfördernden Effekte des Alkohols die negativen gerade noch überwiegen ca. 20g pro Tag für einen gesunden Mann und ca. 10g pro Tag für eine gesunde Frau. 10 g Trinkalkohol befinden sich in etwa 125 ml Wein (1/8 l). Also einem normalen Weinglas. Bzw.: ein Weinglas normal gefüllt!

Aber: Wenn Sie an Metabolic Typing denken, dann fällt Ihnen doch sofort auf, dass Wein zu den Kohlenhydraten zählt – und dann brauchen Sie ja noch Eiweiß und Fette.

Sie können durchaus ein Glas Rotwein mit der typgerechten Menge an Ei und Rapsöl verquirlen, dies trinken und zusehen, wie die anderen gucken. (Ist übrigens ein uraltes Hausrezept). Sie können das auch einfacher machen, indem Sie einfach zum Wein ein paar gesunde Nüsse knabbern.

9. Wann fängt eigentlich die Fettverbrennung an? Verbrenne ich auch nach dem Sport Fett?

Unsere Zellen können die Energie aus den Makronährstoffen – den Energieträgern – nicht direkt verwerten, sie muss erst umgewandelt werden in den körpereigenen Treibstoff ATP (Adenosintriphosphat), den die meisten unserer Zellen selbst herstellen in den dafür vorgesehenen Kraftwerken, den Mitochondrien.

ATP wird in den Zellen kontinuierlich gebildet und verbraucht, es kann nicht gespeichert werden. Unser Körper wandelt also Energie, die in Form von Fett oder Kohlenhydrate (Glukose, Glykogen) gespeichert wurde, nur dann in ATP um, wenn auch ATP gebraucht wird!

Durch Muskelkontraktion wird die kleine vorhandene Menge ATP (auch in Ruhe wird Energie benötigt) im Muskel sehr rasch innerhalb weniger Sekunden (1-3 Sek. bzw. 2-3 Kontraktionen) verbraucht. Das bedeutet, die Neubildung aus gespeicherten Energieträgern und Nachlieferung von ATP muss sehr rasch und effektiv erfolgen. Bereits nach einer Belastung von ca. 90 Sekunden wären die Energiereserven der Muskeln erschöpft Daher beginnt dann schon die aerobe (mit ausreichend Sauerstoff) Energiegewinnung aus Kohlenhydraten und Fetten die entscheidende Rolle zu spielen.

  • Aus Kohlenhydraten (Glukose) wird über den Prozess der Glykolyse ein Zwischenprodukt gebildet, das Pyruvat , das dann weiter umgewandelt zu Acetyl-Coenzym A in den Zitratzyklus zur Energiegewinnung – also zur Bildung von ATP – eingeschleust wird.
  • Aus Fetten wird durch die sogenannte Beta-Oxidation der Fettsäuren ebenfalls, Acetyl-Coenzym A gebildet, das dann ebenfalls in den Zitratzyklus zur Energiegewinnung eingeht.

Jede Energieproduktion, egal aus welchem Energieträger, läuft also in unserem Stoffwechsel (Metabolismus) über die sog. Aktivierung durch das Acetyl-Coenzym A ab gleichzeitig und nebeneinander aus allen Energieträgern.

Eiweiß (Protein) wird nur in sehr geringem Maße zur Energiegewinnung genutzt, da seine Hauptaufgabe im Aufbau von Körpersubstanzen liegt (es ist Baustein für den Aufbau von Zellen, Immunkörpern u.a.). Unter Notbedingungen jedoch, etwa beim Fasten oder bei einer „FdH-Diät“ fehlen dem Stoffwechsel die Hauptenergieträger und er greift zur Energiegewinnung auf das körpereigene Eiweiß zurück. Das heißt, er frisst die eigene Muskelmasse auf, um Energie zum Überleben zu produzieren.

Eine energiearme Diät führt also zum Muskelabbau und zum Jo-Jo-Effekt, da nach der Diät zuerst die Energiespeicher für Fett und Kohlenhydrate aufgefüllt werden. „Eingesparte“ Muskelmasse wird erst langsam erneuert und auch nur dann, wenn durch Benutzung der Muskeln signalisiert wird, dass Muskelmasse gebraucht wird.

Beim Sport zählen nicht nur die Kalorien, die während des Trainings verbrannt werden. Das Training aktiviert den Stoffwechsel, so dass auch nach dem Training der Körper noch eine ganze Zeit mehr Kalorien als üblich verbrennt. Dieser Nachbrenneffekt hilft zusätzlich beim Abnehmen. Regelmäßiger Sport erhöht auch die Muskelmasse des Körpers. Muskeln verbrauchen mehr Energie als das übrige Körpergewebe. So steigt auch der Grundumsatz an, d.h., auch in Ruhe wird mehr Energie verbraucht.

Zusammenfassung:
Wenn Sie sich bewegen, Ihre Muskeln einsetzen, wird vom ersten Moment an Energie verbraucht. Auch nach nur 5 Minuten Gehen haben Sie zwar noch nicht viel, aber Energie/Kalorien verbraucht. Also muss von Anfang an diese Energie neu gebildet werden. Nicht erst nach 20 oder gar 30 Minuten.

Das Sprichwort “Die Fette verbrennen im Feuer der Kohlenhydrate“: meint damit die gemeinsame Beteiligung von Fetten und Kohlenhydraten bei der Bildung von Acetyl – Coenzym A, welches in den Citratzyklus zur Energiegewinnung eingebracht wird.

Der einzige Ort, an dem Fett „verbrannt“ wird sind die Muskeln – vorausgesetzt, sie werden benutzt!

Übrigens: Bei der Bildung von ATP fallen als neben- bzw. Abfallprodukte Wasser H2O und Kohlendioxid CO2 an. Wenn Sie also ein Getränk mit Kohlensäure zu sich nehmen, führen Sie Ihrem Körper nur eines seiner Abfallprodukte wieder zu.

Es muss kein Leistungssport sein – auch regelmäßiges Spazierengehen von 2-3-mal ½ Stunde in der Woche bringt bereits enorme Verbesserungen für unseren Stoffwechsel.
Hauptsache ist – Sie tun etwas und bewegen sich mehr als bisher.


10. Ändert sich die Fett-/Muskelverteilung auch ohne Sport, nur mit stoffwechselgerechter Ernährung?

Durch diese das sogenannt homöostatische Gleichgewicht Ihres Stoffwechsels fördernde Ernährung kann es bereits am Anfang dazu kommen, dass sich die Anteile Fett, Magermasse/Muskelmasse und Wasser in Ihrem Körper positiv verändern.

Ein dauerhafter und deutlicher Fettabbau allerdings funktioniert ohne Beteiligung der Muskulatur nicht, einfach deshalb weil im Muskel und nur im Muskel – Fett verbrannt wird , zu Energie umgewandelt wird.
Aus diesem Grunde ist Bewegung in unserem Leben eine zentrale Säule gesunder Lebensqualität.

Unsere Vorfahren vor Urzeiten sind täglich 20-30 km gelaufen für ihre Ernährung und darauf ist das gesamte Körpersystem abgestimmt. Bewegung hält uns leistungsfähig, versorgt Gelenke mit Nährstoffen und stärkt das Immunsystem. Unser Gehirn belohnt die Bewegung mit dem Ausschütten von Endorphinen, sog. „Glücksbotenstoffen“ wie Serotonin. Heute bewegt sich der Durchschnittsdeutsche leider nur 800m am Tag. Eine Hauptursache für viele Krankheiten. Dabei müssen wir kein Leistungssportler werden und auch nicht solche Strecken bewältigen wie unsere Urahnen – eine moderate Bewegung wie mehrmals regelmäßiges Spazierengehen, Walking, Schwimmen und anderes bringt bereits sehr viel Positives für unseren Organismus, unsere Gesundheit.

11. Kann ich jetzt keinen Süßkram mehr essen?

Jein, jaber. Genuss ist Teil unseres Lebens und auch unserer Psyche, unserer positiven Erlebnisfähigkeit. Sie können auch mal Schokolade essen oder ein Stück Kuchen. Aber hier einige Aber:Wenn Sie also schon Kuchen essen, obwohl das gerade nicht das Verhältnis E, K und F beachtet, dann ergänzen Sie das Stück Kuchen doch mit ein paar Nüssen oder einem Stück Käse – im Restaurant könnte letzteres auch andere Gäste erheitern, also hier schon eher Nüsse/Mandeln.

Dann haben Sie zumindest die Abweichung vom „guten Weg“ etwas im Rahmen gehalten.Wenn Ihnen nach Schokolade und Co. unbedingt ist, geben Sie dem nach.Jedoch mit einer KONTROLLIERTEN Menge – eher 1-2 Stück als 1-2 Tafeln.

Essen Sie dies langsam und mit Genuss. Genießen Sie dieses eine kleine Stückchen durch langsam essen – ist der Effekt positiver Ihr Bedürfnis ist eher befriedigt. Es gibt Studien, die zeigen, dass mit schlechtem Gewissen gegessene „verbotene“ Lebensmittel einen höheren „Hüftspeichereffekt“ erzielen, wegen der inneren Stressverstärkung.

Ein kleiner Trick :
Genauso, wie Sie besser weil öfter trinken, wenn eine Flasche Wasser ständig in Ihrem Blickfeld ist – genauso greifen Sie weniger zu Süßigkeiten, wenn Sie diese nicht ständig sehen. Verbannen sie die Schüssel mit Gummibärchen und Schokolade aus dem Wohnzimmer in eine Schublade im Küchenschrank. Sie wissen dann zwar immer noch, wo sich das Zeug versteckt, aber durch die Mühe, es hervorzuholen und dadurch, dass Sie es nicht mehr ständig im Blick haben – es sich somit seltener in Erinnerung bringt, greifen Sie seltener zu. Auch hierzu gibt es Studien, die das untersucht haben.
12. Wie esse ich mittags in der Kantine?

Versuchen Sie einfach, sich Ihren typgerechten Teller vorzustellen und versuchen Sie, die Zusammensetzung des Essens danach gestalten. Einer muss vielleicht ein wenig vom Schnitzel liegen lassen, der andere braucht eventuell
noch etwas Brokkoli, der dritte nimmt etwas mehr Fisch und verzichtet dafür auf einen Teil Reis oder Kartoffeln.

So halten Sie mögliche Abweichungen von Ihrem Typ in Grenzen. Und wenn`s gar nicht geht – dann versuche Sie eben bei andern Mahlzeiten am Abend und zum Frühstück wieder genauer zu sein.

13. Was passiert bei „Ausrutschern“?

Sie werden es merken: an einem Geburtstag sind Sie von drei Stückchen Kuchen mit aller Raffinesse verführt worden und am nächsten Tag schreit Ihre Waage „huuuch“. Wenn die zugeführte Nahrung der „Schablone“ Ihres Ernährungstyps nicht entspricht – wenn also das Verhältnis der Makronährstoffe K, E und F zueinander nicht stimmt – finden sich die Mengen, die aus dieser Schablone heraus fallen , umgehend auf der Hüfte wieder.

Aber: Ihr Stoffwechsel wird – je länger Sie sich in der Regel typgerecht ernährt haben – immer leichter damit fertig. In der Praxis zeigt sich das häufig so, dass Menschen, die „ausgerutscht“ sind, nach 1-2 Tagen typgerechter Ernährung dieses Zuviel wie von Zauberhand wieder verloren haben. Voraussetzung dafür aber ist, dass sie Ihrem Stoffwechsel beigebracht haben, dass Sie sich normalerweise typgerecht ernähren und dieser Ausrutscher tatsächlich eine Ausnahme war – Weihnachten ist auch nicht jeden Tag, sonst würden wir Geschenke für normal halten und uns gar nicht mehr bedanken – Und noch etwas gehört dazu: Ihr Stoffwechsel muss inzwischen gelernt haben, dass er immer genügend Nahrung, also Energiebausteine bekommt und eine heimliche Speicherung für schlechte Zeiten nicht nötig ist. Also immer satt essen an typgerechter Nahrung! Aber auch nicht mehr!

14. Wie schnell kann ich abnehmen?

Die Bikini-Saison wirft ihre Zwänge voraus?
Wie lange brauchten Sie, damit Sie ein wenig zu klein für Ihr Gewicht wurden? Zehn Tage? Oder ging das schleichend und heimtückisch, also relativ langsam. Sollten Sie die natürliche, stoffwechselgesunde Form des Abnehmens verlassen und eine „Zack-zack-Methode“ suchen, dann geht das mit einer Crash-Diät bzw. mit jeder der x-hundert Diätformen, die es gibt und die
Ihrem Stoffwechsel dann nicht die Möglichkeit geben, ein dauerhaftes Gleichgewicht auszubilden.

Gesund, sicher und dauerhaft regulieren Sie Ihr Gewicht nur und nur, wenn Ihr Stoffwechsel davon dauerhaft und gesund profitiert. Denn das körpereigene, individuelle Wohlfühlgewicht reguliert nur er.
Solange Sie gut zu ihm sind – ist er auch gut zu Ihnen. Ihr Körper zahlt Ihnen immer zurück, was Sie ihm gegeben haben. Manchmal mit Zinsen.

Die Geschwindigkeit des Abnehmens hängt auch von der Stoffwechselrate ab. Die wird aber beeinflusst von der typgerechten Ernährung, Stressbewältigung und BEWEGUNG. Wenn dabei alle Stoffwechselebenen im Einklang miteinander stehen, wird z.B. nicht einfach nur Fett verloren, sondern gesunde und schlagkräftige Muskelzellen aufgebaut. UND: das von der Natur mit einer langsameren Regenerationsrate versehene Bindegewebe wird ebenfalls auf gesunde Werte gebracht.

Falls Sie zu schnell abnehmen, kommt das Bindegewebe nicht mehr hinterher, es wird schlaff, unterernährt, faltig und optisch „naja“…Eine mögliche operative Entfernung der dann so rumhängenden Bauchfalte kosten nicht das Geld der Krankenkassen – sondern Ihres! Und viel Ihres. Ein zu schnelles Abnehmen kann außerdem stark belastend für das Herz-Kreislauf-System sein.

Es gibt praktische Richtwerte aus medizinischen Erfahrungen. Danach heißt die Regel: pro Monat sollten Sie nicht mehr als maximal 4 kg abnehmen.Und die zweite Regel lautet: Weniger ist sehr oft mehr !